Zur Kirchweih ein Knüller

Bezirksliga Süd: Büchenbach empfängt Aufkirchen — Der SCG startet in Mosbach

Der erste Spieltag ist immer etwas Besonderes. Und dies nicht nur wegen der Vorfreude auf die neue Saison. Auch in der Fußball-Bezirksliga Süd beginnen alle Mannschaften bei Null, es fehlen die Vergleichswerte. Die Hoffnung auf einen guten Saisonstart verbindet. Die Aufgaben für das heimische Quartett am ersten Spieltag sind nicht einfach. Bereits gestern war der TSV Greding zum Eröffnungsspiel in Freystadt. Am heutigen Samstag bestreitet der TV 21 Büchenbach um 16 Uhr das Kirchweihspiel gegen den Vorjahresdritten SC Aufkirchen. Am Sonntag müssen Neuling SC Großschwarzenlohe (zum SV Mosbach) und die TSG 08 Roth (zum SV Ornbau) zu zwei ambitionierten Vereinen aus dem Altkreis Frankenhöhe reisen.

„Greenhorn“ im Bezirk

Der SC Großschwarzenlohe betritt mal wieder Neuland. Doch halt! So neu ist die Bezirksliga nicht im Wendelsteiner Vorort, denn erst in der Saison 2015/16 war man aus dieser abgestiegen, um nun den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Als Zweiter wohl gemerkt. Meister in der Kreisliga NM/Jura Nord wurde ja die FG Wendelstein, doch die durfte, weil Spielgemeinschaft, auf Grund der Statuten des BFV nicht in den Bezirk aufsteigen. In Großschwarzenlohe nahm man das „Angebot“ dankend an.

Mit neuem Trainer gehen die Großschwarzenloher nun dieses Abenteuer an, einem Spielertrainer. Florian Bauer hat in der Vorsaison noch drei Spielklassen höher in der Regionalliga gekickt. Für den SV Seligenporten war der 29-jährige Defensivspieler in der abgelaufenen Saison noch neun Mal zum Einsatz gekommen. Seine Stationen zuvor als Spieler waren die Sp Vgg Ansbach und die Sp Vgg Greuther Fürth, in deren Regionalliga-Elf er über Jahre Stammspieler war.

Die Gegner heißen jetzt natürlich nicht mehr FC Memmingen oder Sp Vgg Bayreuth, sondern TSV Greding, TV 21 Büchenbach oder SV Mosbach — zu Letzterem geht es am morgigen Sonntag zum Saisonstart. Auch die Westmittelfranken haben einen Trainer auf der Bank, der bereits höherklassig Fußball gespielt hat. Während jedoch Florian Bauer seinem Team auf dem Platz helfen möchte, coacht Werner Pfeuffer ( siehe auch Interview auf der ersten Sportseite)

nurmehr von jenseits der Außenlinie.

Florian Bauer betritt mit seinem SCG am Sonntag in Mosbach völliges Neuland. Er sieht sich selbst als „Greenhorn“ im Bezirk. Vom SV Mosbach weiß er zumindest, dass dort ein gewisser Matthias Ballbach mitspielt, den er noch aus der gemeinsamen Zeit bei der Sp Vgg Ansbach kennt. Ist ja schon eine ganze Menge, denn dieser Ballbach zählt zweifellos zu den Leistungsträgern des SV Mosbach. Ansonsten sieht es Florian Bauer nicht unbedingt als Nachteil an, unbelastet in ein Fußballspiel gehen zu können. Unabhängig davon, wie morgen die Partie in Mosbach aus Großschwarzenloher Sicht endet, um 90 Minuten Erfahrung werden dann Trainer Florian Bauer und seine Mannen vom SCG reicher sein.

rj

Hohe Hürde in Ornbau

Die TSG 08 Roth beginnt am Sonntag, 15 Uhr, in Ornbau mit der Bezirksliga- Spielzeit. Beim Vorjahresfünften, der erneut eine gute Rolle im vorderen Tabellendrittel spielen möchte und dafür im Vorfeld dieser Saison einiges in die Wege geleitet hat. Mit David Leder (ESV Ansbach-Eyb) und Andreas Engelhardt (Sp Vgg Ansbach) kehrten zwei Spieler mit Potenzial zurück an frühere Wirkungsstätte. Neu freilich ist der Trainer — doch der ist in dieser Spielklasse ein alter Bekannter: Reiner Eisenberger war zuletzt beim FV Dittenheim der starke Mann auf der Trainerbank.

Aber auch die TSG 08 will mit einigen neuen Spielern an gute alte Zeiten anknüpfen. Die Vorbereitung lief aus Sicht von Coach Taner Koc gut. Vor allem im Sturm wollen die Rother wieder mehr Durchschlagskraft entwickeln. So trainiert Fabian Zottmann nach seinem Kreuzbandriss wieder, bis er aber auf dem Feld steht, wird es noch dauern. Ansonsten wolle man sich in einer „ordentlichen Liga“, so der Sportliche Leiter Oliver Wellert gut präsentieren. Mit dem langfristigen Ziel, in den nächsten Jahren stets den Ball flach zu halten und sich sportlich immer weiter zu entwickeln. bga

Wechsel auf der Trainerbank

Trotz ansprechender Platzierungen in den zwei letzten Bezirksliga-Spielzeiten (Plätze neun und zehn) für den TV 21 Büchenbach gab es zuletzt doch einige Wechsel auf der Trainerbank. Herbert Heidenreich hatte dieses Amt zuvor noch zuvor fünf Jahre lang bekleidet. Abteilungsleiter Bernd Klaus musste dann nach Norbert Satzinger, Norbert Lacher und Interimstrainer Willy Mühlbauer mit Martin Bittl nun schon den vierten Coach in zwei Jahren installieren.

„Ich wusste: Was Norbert Lacher in über eineinhalb Jahren aufgebaut hat, das hat Hand und Fuß. Ich bin sehr gerne nach Büchenbach bekommen“, sagt der 50-jährige Familienvater von zwei Kindern. Trotz durchwachsener Vorbereitung war Bittl angetan vom Trainingsfleiß seiner Schützlinge. „Ich bin kein Freund von starren Spielsystemen. Ich möchte variieren, und auch die Spieler möchten Neues einbringen. Es braucht aber alles seine Zeit. Die Mannschaft wird akzeptieren müssen, dass das in drei, vier Wochen nicht zu realisieren ist“, so Bittl. Zudem will die Verletztenmisere nicht abreißen. Daniel Dachlauer und Christian Lehr werden gegen den SC Aufkirchen fehlen. Am schlimmsten hat es Yannick Lacher (Kreuzbandriss) erwischt. Dass nun ausgerechnet der Meisterschaftsfavorit der erste Gegner sein wird, stört Bittl nicht: „Wir wissen ja, dass das eine gewachsene Truppe ist. Lassen wir es doch einfach auf uns zukommen!“ Nach drei Jahren beim SCA einen Trainerwechsel: Josef Pelczer löste Michael Kapp ab. Zuletzt gewann der SCA im Jahr 2010 in Büchenbach (2:1). ghi

Das ist gleich eine Standortbestimmung für den TV 21 Büchenbach zum Saisonstart in der Bezirksliga Süd. Das Kirchweihspiel bestreiten Lucas Leick (in Blau) und Co. am heutigen Samstag, um 16 Uhr, gegen den SC Aufkirchen. Der Vorjahresdritte zählt nach dem Aufstieg von ESV Ansbach-Eyb und TuS Feuchtwangen in die Landesliga sicherlich zu den aussichtsreichen Bewerbern um den Titel. Unser Bild zeigt eine Szene aus dem Büchenbacher Heimspiel in der Vorsaison, das übrigens 2:2 endete. Foto: Giurdanella

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