Mit gesundem Optimismus

Quartett aus Landkreis Roth nimmt die Herausforderung in der Bezirksliga Süd an

Mit dem Spiel des TSV Freystadt gegen TSV Greding startet heute, Freitag, die Saison in der Fußball-Bezirksliga „Süd“ offiziell. Eine Saison, in der nicht nur die Ligenbezeichnung neu ist. Insgesamt sechs Aufsteiger bereichern diese Spielklasse, darunter auch der SC Großschwarzenlohe. Drei weitere Teams aus dem Landkreis Roth — TSV Greding, TSG 08 Roth und der TV 21 Büchenbach — sind seit vielen Jahren fester Bestandteil dieser Spielklassenebene. Wir haben uns im Vorfeld bei den Trainern dieses Landkreis-Quartetts umgehört und ihnen folgende Fragen gestellt:

Frage 1: Kurz vor dem Ende der Vorbereitung ist es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Waren Sie zufrieden mit den vergangenen Wochen? Welchen Stellenwert hatten die Testspielergebnisse Ihrer Mannschaft?

Frage 2: Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die neue Saison? Wo könnte Ihre Mannschaft am Ende der Spielzeit stehen? Welche Mannschaften orientieren sich Richtung Landesliga?

Frage 3: Die Umbenennung von „Bezirksliga 1 und 2“ in „Bezirksliga Nord und Süd“ zur neuen Saison war eine kosmetische Veränderung. War sie Ihrer Meinung nach sinnvoll oder hätte eine dramatischere Veränderung vielleicht mehr Sinn gemacht? Ich denke da zum Beispiel an eine Reduzierung der Mannschaftsstärke. 18 Vereine in einer Bezirksliga sind sicherlich grenzwertig. Oder?

Florian Bauer, SC Groß’lohe:

Zu 1: Wir sind mit der Vorbereitung zufrieden. Die Jungs haben gut mitgezogen und wir konnten unsere Vorstellungen umsetzen. Ergebnisse haben per se immer einen Stellenwert, auch wenn sie durch viele Auswechslungen, taktische Varianten, etc. entsprechend einzuordnen sind.

Zu 2: Wir haben ein klares und einfaches Ziel, und das heißt, möglichst wenig mit dem Abstieg zu tun haben zu wollen.

Zu 3: Die Umbenennung sehe ich entspannt, aber ich bin bei Ihnen, dass 18 Mannschaften schon sportlich sind für eine Bezirksliga.

Taner Koc, TSG 08 Roth:

Zu 1: Ich bin sehr zufrieden. Die Erkenntnisse aus der Vorbereitung sind wichtiger als die Ergebnisse.

Zu 2: Die Spieler sollen gesund bleiben und sie sollen sich weiterentwickeln. Wo wir am Ende stehen, fragen Sie mich bitte nach der Winterpause nochmal. In Richtung der Landesliga werden sich die Spitzenmannschaften der letzten Jahre orientieren.

Zu 3: Das hat der Verband entschieden, das müssen wir so akzeptieren.

Tobias Kratzer, TSV Greding:

Zu 1: Wir müssen mit der Vorbereitung sehr zufrieden sein. Ich denke dabei unter anderem an die hervorragenden Leistungen gegen den Bayerliga- Absteiger VfL Frohnlach, dem wir trotz mehrfacher Torchancen 0:2 unterlagen, und das 0:0 gegen den Bayernligaaufsteiger TSV Kornburg.

Zu 2: Durch eine hervorragende Rückrunde in der letzten Saison glauben wir, dass wir wieder in der Lage sind, einen einstelligen Platz belegen zu können. Aufkirchen, Ornbau und Weißenburg dürften vorne dabei sein, doch bei sechs Aufsteigern ist die Liga etwas unübersichtlich.

Zu 3: Die Bezeichnungen Nord und Süd sind aussagekräftiger, man kann sich darunter mehr vorstellen. Wie ich erfahren habe, wären 16er Ligen möglich, jedoch mit sechs Absteigern, was nicht im Sinne des Fußballs ist. Im mittelfränkischen Bezirk ist eine andere Lösung deshalb nicht möglich. Wir müssen und haben es so akzeptiert.

Martin Bittl, TV 21 Büchenbach:

Zu 1: Die Vorbereitung war hinsichtlich der Trainingsteilnahme und des Einsatzes sehr erfreulich. Wermutstropfen sind natürlich Verletzungen von Spielern, die zum Rundenstart nicht dabei sein können. Vorbereitungsspiele dienen lediglich dazu, im Training Erlerntes im Spiel umzusetzen und Fehler zu erkennen, an denen man weiter arbeiten muss. Das Ergebnis ist hierbei nur nebensächlich.

Zu 2: Die Mannschaft ist dabei, sich neu zu orientieren. Dabei wurden und werden weiterhin neue Elemente erarbeitet, die jedoch nicht kurzfristig greifen können. Somit ist die Erwartung für die neue Saison, nie in den Abstiegsstrudel zu geraten, um ruhig arbeiten zu können. Am Ende sollte dann ein gesicherter Mittelfeldplatz zu Buche stehen. In Richtung Landesliga werden sich die TSG Roth, der SV Ornbau und der TSV 1860 Weißenburg orientieren.

Zu 3: Ob Bezirksliga 1 und 2 oder Nord und Süd ist reine Kosmetik, bei der man jetzt zumindest die regionale Gliederung etwas erkennen kann. Grundsätzlich ist eine Bezirksliga mit 18 Mannschaften auf Sicht einfach zu groß, hier wären 16 Vereine das Optimum.

UMFRAGE: ROLAND JAINTA

Ein Hauch von Regionalliga in der Bezirksliga Süd. Der SC Großschwarzenlohe geht mit einem neuen Spielertrainer in die Saison 2017/18. Florian Bauer (oben) war zuvor für den SV Seligenporten im Einsatz. Foto: Zink

Martin Bittl und der TV 21 Büchenbach wollen im Verlauf der Saison nie in den Abstiegsstrudel geraten. Foto: Götz

Taner Koc (TSG Roth) will sich hinsichtlich eines Saisonziels noch nicht aus dem Fenster lehnen: „Fragen Sie mich bitte nach der Winterpause!“ F.: Giurdanella

Nach einer guten Vorbereitung geht Tobias Kratzer mit dem TSV Greding die Saison zuversichtlich an. F.: Hillebrand

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