Fußballjahr vom Feinsten

Auch Kornburgs Reserve steigt auf — 2:1-Sieg über TSV Spalt

Die Mannschaft nach dem Aufstieg. Copyright: FUPA

VON ROLAND JAINTA

PENZENDORF – Der letzte freie Platz in den Kreisligen des Fußballkreises NM/Jura geht an den TSV Kornburg. Die zweite Vertretung des Bayernliga-Aufsteigers gewann das Relegationsspiel am Samstagabend vor rund 550 Zuschauern auf dem Platz der SV Eintracht Penzendorf mit 2:1 (1:0) und beschloss damit ein außergewöhnliches Fußballjahr, das der TSV mit zwei Aufstiegen krönen konnte. Die Kicker des TSV Spalt retteten sich zwar am letzten Spieltag der Kreisliga Süd auf einen Relegationsplatz, konnten den Fall in die Kreisklasse aber nicht verhindern.

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Soviel vorneweg: Der Sieg der Kornburger „Zweiten“ ging voll in Ordnung. Die Spalter enttäuschten doch über weite Strecken der Partie, agierten viel zu nervös und leisteten sich dadurch zahlreiche Stockfehler, während der Vizemeister der Kreisklasse NM/Jura Ost phasenweise auch spielerisch gefallen konnte. Verständlich, dass man in Spalt mit dem Relegationsmodus haderte. Das so genannte „Freilos“ entpuppte sich für die Hopfenstädter eher als Nachteil. Während nämlich alle anderen Teilnehmer an der Kreisliga-Relegation zumindest einmal verlieren durften, hätte für den TSV Spalt die erste Niederlage bereits das Aus bedeutet. Über das Elfmeterschießen retteten sich die Spalter schließlich in diese finale Partie. Kornburg II hatte zuvor schon eine Niederlage gegen Ellingen kassiert, die man jedoch wegstecken konnte.

Der vermeintliche Vorteil für die Kornburger hätte sich jedoch beinahe in einen Nachteil verwandelt: Für die TSV-Reserve war das Spiel am Samstag in Penzendorf bereits das dritte in dieser Relegation, die Spalter hatten eine Partie weniger in den Knochen, was im Verlauf der zweiten Hälfte durchaus noch entscheidend hätte sein können. Der eine oder andere Kornburger Leistungsträger musste jenseits der Seitenlinie eine Auszeit nehmen. Nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 in der 75. Minute durch Kim Kellermann hatten die Spalter nämlich ihre stärkste Phase, in der das Spiel auch hätte kippen können. Doch die Kornburger fingen sich wieder und schaukelten die knappe Führung über die Zeit – verdient war dies allemal.

Die klareren Chancen

Schon im ersten Durchgang hatte das Team aus dem Nürnberger Süden die besseren Möglichkeiten. In der zehnten Minute der erste Aufreger im Spalter Strafraum, als Torwart Tim Peter bei einem Freistoß von Alexander Arlt aus 17 Metern viel Mühe hatte. Der Nachschuss von Alexander Dünfelder aus spitzem Winkel brachte nichts ein. Auch der TSV Spalt nutzte einen Freistoß für eine erste zaghafte Torannäherung, doch Marian Regula zielte rechts am Kasten vorbei (21.). Nach einem Stockfehler des Spalter Schlussmanns nach Rückpass konnte er die brenzlige Situation gegen Markus Nerreter gerade noch bereinigen (26.), bei der nächsten Szene war er jedoch machtlos. Nach Angriff über die rechte Seite gelangte das Leder in den Strafraum zu Alexander Tullius. Der zog aus der Drehung ab. Tim Peter brachte zwar seine Faust noch ans Leder, doch schlug dieses im rechten, oberen Eck ein (30.). In der 35. Minute beinahe das 2:0. Nach Freistoß von der rechten Seite verpassten in der Mitte Konstantin Karwath und zwei seiner Mitspieler.

Keine drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da legte der TSV Kornburg II zum 2:0 nach. Robin Kreiselmeyer schlug nach Freistoß von der rechten Seite den Ball in die Mitte zu Alexander Dünfelder, der sich geschickt freigelaufen hatte, und bei dessen Kopfball war für den Schlussmann nichts zu halten (48.). Die Spalter Antwort auf diesen Treffer waren wütende Angriffe, während Kornburg konterte, aber seine Angriffe nicht konzentriert zu Ende spielte. So witterten die Spalter noch einmal ihre Chance und erzielten wie bereits erwähnt prompt das 1:2. Pienar zog bei einem Freistoß aus 18 Metern ab, Schlussmann Florian Adamaschek lenkte das Leder an den linken Pfosten (vom Schützen aus gesehen), und den abprallenden Ball staubte auf der rechten Seite Kellermann ab.

Gefährliche Kopfbälle

Noch war eine Viertelstunde zu spielen, und die Hopfenstädter versuchten noch einmal alles, beorderten Daniel Distler in die Spitze, der mit seinen Kopfbällen für reichlich Torgefahr sorgte. In einer Szene musste sich Keeper Adamaschek mächtig strecken, um den Ball zur Ecke zu lenken. Aber auch die Kornburger hatten noch gute Chancen für das entscheidende 3:1. So lenkte Schlussmann Tim Peter den Ball von Kreiselmeyer mit den Fingerspitzen an den rechten Pfosten (77.). Als eine Minute später Peter das Leder fallen gelassen hatte und Nerreter von einem Spalter Abwehrspieler unfair abgeblockt worden war, ließ die ansonsten sehr souverän agierende Schiedsrichterin Franziska Haider Gnade vor Recht ergehen und weiterspielen.

Nach ihrem Schlusspfiff gab es bei den Kornburgern dann kein Halten mehr, während die Spalter Spieler enttäuscht in die Kabine schlichen.

TSV Spalt: T.Peter;B.Peter,Ceylan,Molter, Bülbül, Fiedler, Pienar, Regula, Kellermann, Windsheimer,Distler(Salomon,Eitel).

TSV Kornburg II: Adamaschek;Dünfelder, Schmidmeier,Bozic,Kraus,Karwath,Tullius, Nerreter,Kreiselmeyer,Bah,Arlt(Paraskewopulos, Krach,Lenz).

Tore: 0:1Tullius(30.),0:2Dünfelder(48.), 1:2Kellermann(75.).

SRin: Franziska Haider (Sp Vgg Roth). Zuschauer: 550beiderSVEintrachtPenzendorf.

Zwei Jahre Kreisklasse sind genug — die Kicker des TSV Kornburg feierten die Rückkehr in die Kreisliga feuchtfröhlich. Foto: Paul Götz

An den Pfosten lenkte Keeper Florian Adamaschek das Leder, den Abpraller versenkte Spalt zum 1:2. Foto: Paul Götz

Chancen hatten die Kornburger reichlich. Hier bügelte Spalts Keeper Tim Peter seinen eigenen Fehler wieder aus, klärte gegen Markus Nerreter. F.: Roland Jainta

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