Die Liga der Neulinge

Bezirksliga mit sechs Aufsteigern Back to the roots: Aus „2“ wird „Süd

VON GERHARD HILLEBRAND

Schon lange bevor Kreisschiedsrichterobmann Dr. Sven Laumer (SV Eintracht Penzendorf) mit seinen Assistenten Johannes Lorenz (DJK Allersberg) und Tim Lehmeier (TSV Rittersbach) am heutigen Freitag, um 19 Uhr, das Eröffnungsspiel zwischen dem TSV Freystadt und dem TSV Greding anpfeifen wird, gibt es die Diskussion über die Bezeichnung der beiden Bezirksligen Mittelfranken. Zwischen der Spielzeit 2011/2012 und der Vorsaison schien sich die Bezeichnung„Bezirksliga 1 und 2“ durchgesetzt zu haben, jetzt hat diese Spielklassenebene wieder ihren „Mutternamen“ angenommen, nämlich Bezirksliga Nord und Süd.

Woher kam nun der Sinneswandel? Bezirksspielleiter Ludwig Beer klärt auf: „Auch in den Verbandsligen sind die Ligennamen nach Himmelsrichtungen benannt — und es bleibt den Bezirken frei, ihre Ligen ebenfalls so zu bezeichnen. In meinem letzten Amtsjahr habe ich wieder die Variante Nord und Süd gewählt!“ Geblieben ist die Ligastärke mit 18 Vereinen und vier Diektabsteigern — nur überboten in der Saison 2013/14, als es 19 Vereine gegeben hatte.

Erleichtert sind die Verantwortlichen der Teams, weil sich heuer kein Landesligaabsteiger in den Konkurrenzkampf einmischt. In den Süden „abkommandiert“ — mit wohl eher mehr Nach- als Vorteilen — wurden der Tu Spo Roßtal und der STV Deutenbach. Die SG TSV/DJK Herrieden war ja schon für kurze Zeit dem Süden zugeordnet, ehe sie 2006 absteigen musste. Ebenfalls neu in dieser Saison sind „Heimkehrer“ SC Großschwarzenlohe, der TSV Freystadt und der SV Wettelsheim. Die sechs Neulinge machen ein Drittel der Ligenstärke von 18 Mannschaften aus. So kann man die Bezirksliga Süd getrost als „Liga der Neulinge“ bezeichnen.

Keiner will hoch

Die Umfrage unter den Vertretern der Vereine ergab, dass die dem Bezirk übergeordnete Liga niemand für erstrebenswert hält. Das heißt, dass kein Verein in die Landesliga aufsteigen möchte. 173 Wechselvorgänge gab es in den vergangenen Wochen, aufgeteilt in 105 Zugänge und 68 Abgänge. Zwei Drittel der 18 Vereine haben den SC Aufkirchen zum Aufstiegskandidaten erkoren, sechs den TSV 1860 Weißenburg, drei den SV Ornbau, zwei den TSV Greding, einer den FC Holzheim. In dem Zusammenhang sei an den ESV Ansbach/Eyb erinnert, den in der Vorsaison keiner auf dem Zettel gehabt hatte und der in einem Kalenderjahr gleich zwei Ligen übersprang, während die Sportfreunde Dinkelsbühl im gleichen Zeitraum den Weg nach unten einschlugen.

TV 21 Büchenbach gegen SC Großschwarzenlohe — diese Paarungen gab es zuletzt in der Spielzeit 2015/16. Nach einem Jahr in der Kreisliga schaffte der SCG den sofortigen Wiederaufstieg, während die Büchenbacher inzwischen fast schon zum Inventar der Bezirksliga zählen. Foto: Paul Götz

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