Die Grenze wird sich verschieben

Zu wenig klassische Süd-Klubs Es drohen Umgruppierungen

KORNBURG — Der BFV-Verbandsspielausschuss ist derzeit nicht zu beneiden. Die Verantwortlichen beschäftigt nicht nur das Theater um den TSV 1860 München, auch die Bayernliga- Einteilung wird eine ganz heikle Angelegenheit werden. Durch den Aufstieg des FC Pipinsried ist die Anzahl der klassischen Süd-Vereine weiter geschrumpft, und der eine oder andere Nord-Klub kann sich schon mal auf eine Umgruppierung vorbereiten.

Durch den Aufstieg der Sp Vgg Unterhaching werden im Normalfall 37 Vereine für die beiden Bayernliga-Staffeln eingeteilt werden. Sollte der TSV 1860 München die Zulassung für die Regionalliga bekommen, hätte die zweite Mannschaft der Löwen das Startrecht für die Bayernliga. Stellen die „Junglöwen“ keine Mannschaft, wären es wie bisher 36 Bayernliga-Starter. So oder So wird es zu Umgruppierungen kommen. „Die Einteilungsgrenze wird sich weiter Richtung Norden verschieben. War die Grenze bislang im Raum Regensburg, wird sie sich nun in den Raum Nürnberg verlagern“, so Verbandsspielleiter Josef Janker, der ergänzt: „Am Freitag wird die Bayernliga-Relegation abgeschlossen. Am Samstag kommt der Verbandsspielausschuss zusammen, dann werden wir uns bezüglich der Einteilung beraten.“ Ein möglicher Kandidat für einen Wechsel von der Nord- in die Süd-Staffel ist der ASV Neumarkt. „Ich bin gestern ein paar Stunden mit unserem Trainer Dominik Haußner zusammengesessen und wir haben uns über dieses möglich Szenario ausführlich unterhalten. Für uns wäre eine Umgliederung ein Desaster, vor allem in finanzieller Hinsicht“, klagt Neumarkts Abteilungsleiter Georg Laube, der in den kommenden Tagen das Gespräch mit Verbandsspielleiter Janker suchen wird. In eine ähnliche Kerbe schlägt Ansbachs Manager Harald Riegler: „Für uns wäre eine Einteilung in die Bayernliga Süd ein Fiasko. Wir haben das spätestens seit dem Pipinsrieder Aufstieg im Hinterkopf, und ich muss ganz ehrlich sagen: Wir haben Angst davor.“ Eines steht aber definitiv fest: Es wird Umgruppierungen geben. „Wir können nicht im Süden mit 17 Vereinen spielen und im Norden mit 20. Das ist nicht möglich“, betont Janker, der damit rechnet, dass das Geschrei bei den betroffenen Klubs groß sein wird: „Es wird Härtefälle geben, das ist aber nicht zu verhindern. Jedem Verein können wir es in diesem speziellen Fall leider nicht recht machen.“ THOMASSEIDL

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