Die 1000- Tore-Marke wurde geknackt

Fußball-Landesliga Nordost: Saison 2016/17 in Stichpunkten — Zahlen und Fakten

Die fünfte Saison in der Fußball-Landesliga Nordost nach der Ligareform des Bayerischen Fußball-Verbandes aus dem Jahr 2012 ist beendet. 306 Spiele sind absolviert worden.

SCHWABACH/KORNBURG — In der Landesliga Nordost, in der elf Mannschaften aus Mittelfranken und sieben aus Oberfranken gespielt haben, hat sich der mittelfränkische TSV Kornburg den Titel und damit erstmals die Zugehörigkeit zur Bayernliga gesichert. Zweiter wurde der FSV Erlangen-Bruck, der in der Relegation mit Siegen über den SSV Jahn Regensburg II und den 1. SC Feucht in die Bayernliga zurückgekehrt ist. Absteigen mussten Dergahspor Nürnberg und der SSV Kasendorf. In der Relegation sind zudem der FC Vorwärts Röslau und der ASV Pegnitz abgestiegen. Über die Relegation sicherte sich die Sp Vgg Bayreuth II noch den Klassenerhalt.

Übrigens: Die beiden Absteiger Dergahspor (100) und Kasendorf (101) kassierten eine dreistellige Zahl an Gegentoren. Erstmals wurden mehr als 1000 Tore, exakt 1049, erzielt. Für Aufsehen sorgte einmal mehr Dergahspor. Die Partie in Schwabach wurde wegen nicht gezahlter Verbandsgebühren kurzfristig abgesetzt, aber später nachgeholt. Mit einem 2:1-Erfolg für Schwabach.

Zwei Spieler haben alle 34 Saison-Spiele komplett absolviert, fehlten keine einzige Minute. Das waren die Dauerbrenner Axel Hofmann vom FSV Erlangen-Bruck und Mario Möschwitzer von der Sp Vgg Selbitz. Zehn andere Kicker bestritten ebenfalls alle 34 Partien, aber nicht über die volle Minutenzahl von 3060, nämlich: Das waren Bastian Lunz, Oliver Seybold (beide FSV Erlangen-Bruck), Sebastian Lattermann, Julian Pötzinger (beide TSV Neudrossenfeld), Sebastian Knoblauch, Sebastian Hermann (beide FC Vorwärts Röslau), Mustafa Jasarevic (Dergahspor Nürnberg), Christian Fleischmann (TSV Buch), Yannick Schuberth (Sp Vgg Selbitz) und Adrian Bayerlein (Baiersdorfer SV). 557 Spieler wurden in dieser Saison in den 306 Spielen eingesetzt. 668 Akteure standen insgesamt auf den Spielberichtsbögen, 111 von ihnen hatten aber keine Einsatzminute.

24 Trainer standen in der Saison 2016/17 an der Seitenlinie, ein Rückgang gegenüber der vorigen Saison, als es 33 Chefanweiser gegeben hatte. Es gab nur bei vier Vereinen Wechsel auf der Kommandobrücke. Mit Mirsad Biber, Muarrem Demir und Ahmet Türen hatte Dergahspor drei Trainer. Drei Übungsleiter benötigte auch der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf mit Dominic Rühl, Markus Hütter und Uwe Neunsinger, der den ganz schwach gestarteten Klub souverän zum Klassenerhalt führte. Bei der Sp Vgg Bayreuth II coachten Florian Wurster und Michael Regn. Beim Schlusslicht SSV Kasendorf standen Michael Werzer und Christoph Wächter in der Verantwortung.

1049 Tore wurden erzielt, was einen Schnitt von 3,43 Treffern pro Partie bedeutet (Vorjahr 2,91). Bester Torschütze ist Sebastian Lattermann vom TSV Neudrossenfeld, der 26 Treffer erzielt hat. Es folgen Christian Haag (21, SG Quelle Fürth), Philip Lang (20, TSV Buch), Jens Wartenfelser (19, Baiersdorfer SV), Oliver Seybold (19, FSV Erlangen-Bruck), Markus Walther (17, FC Vorwärts Röslau), Alexander Koßmann (17, FSV Bayreuth), Szymon Paszko (16, TSV Kornburg), Hannes Küfner (16, Sp Vgg Bayreuth II), Udo Brehm (15, TSV Buch), Frank Kirschner (14, SG Quelle Fürth) und Marco Dimper (14, ASV Veitsbronn-Siegelsdorf).

Kornburg

Zuschauer-Krösus

49546 Zuschauer kamen in die 18 Stadien, ein Schnitt 162 Fans pro Spiel. In der Vorsaison lag der Schnitt ebenfalls bei 162 Besuchern. Zuschauerkrösus ist Meister TSV Kornburg mit einem Schnitt von 232. Es folgen TSV Buch (229), SV Mitterteich (214), SC 04 Schwabach (205), FC Vorwärts Röslau (192), Sp Vgg Selbitz (177), ASTV Erlangen (174), SSV Kasendorf (171), FSV Erlangen-Bruck (170), TSV Neudrossenfeld (166), SG Quelle Fürth (159), Baiersdorfer SV (141), ASV Vach (139), ASV Pegnitz (129), ASV Veitsbronn-Siegelsdorf (123), FSV Bayreuth (119), Sp Vgg Bayreuth II (92) und Dergahspor Nürnberg (75).

In keinem der 306 Spiele gab es eine vierstellige Besucherzahl. Den besten Besuch in dieser Spielklasse gab es mit 600 Zuschauern im Derby und Spitzenspiel zwischen TSV Kornburg und FSV Erlangen-Bruck. 14 der 18 Klubs hatten mindestens einmal einen Besuch von weniger als 100 Fans. Minuskulisse waren die 30 Interessierten bei der Partie Dergahspor Nürnberg gegen den TSV Neudrossenfeld. Dergahspor verzeichnete bei elf Heimspielen weniger als 100 Zuschauer. Zum Vergleich die Besucher der anderen Landesligen: Mitte (75169, Schnitt 246), Südost (59157, 218), Nordwest (50515, 186), Südwest (48815, 179) Damit verzeichnete die Gruppe Nordost wie im Vorjahr den geringsten Zuschauerzuspruch.

40 Rote Karten (Vorjahr 67) und 79 Mal Gelbrot (Vorjahr 75) gab es in der Landesliga Nordost. Das ist bei den roten Karten ein deutlicher Rückgang. Nur bei Gelbrot gab es eine kleine Steigerung. Kein Verein blieb gänzlich ohne Platzverweis. Ohne Rote Karte kamen nur der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf und der ASV Vach über die Runden. Ohne Gelb-Rot blieb kein Klub. Fünfmal Rot gab es für den TSV Nürnberg-Buch und den TSV Neudrossenfeld. Bei Gelb-Rot liegt der ATSV Erlangen mit acht Ampelkarten vorne vor der Sp Vgg Selbitz (7), der SG Quelle Fürth (6) und dem Baiersdorfer SV (6). Die Fairness-Tabelle führt der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf mit 65 Punkten mit deutlichem Vorsprung vor dem ATSV Erlangen (85) und dem SC 04 Schwabach (85) an. Die weitere Rangfolge lautet: Sp Vgg Bayreuth II (92), FC Vorwärts Röslau (101), ASV Vach (101), TSV Kornburg (101), FSV Erlangen-Bruck (105), SSV Kasendorf (105), ASV Pegnitz (106), SV Mitterteich (107), Dergahspor Nürnberg (110), FSV Bayreuth (110), SG Quelle Fürth (114), Sp Vgg Selbitz (116), Baiersdorfer SV (121), TSV Nürnberg-Buch (123) und TSV Neudrossenfeld (129).

19 böse Buben flogen zweimal oder häufiger vom Platz. Zwei Rote Karten und einmal Gelb-Rot kassierten Engin Kalender (Dergahspor Nürnberg) und Miguel Gonzales (Baiersdorfer SV). Zweimal Rot erhielten zudem Steffen Taubenreuther (TSV Neudrossenfeld) und Daniel Cavelius (SV Mitterteich). Zweimal Gelb-Rot und einmal Rot mussten Robin Hostalek (FC Vorwärts Röslau), Christian Haag (SG Quelle Fürth), Daniel Uttinger (TSV Nürnberg-Buch) und Matthias Männl (SV Mitterteich) hinnehmen. Mit zweimal Gelb-Rot waren René Küffner (ASV Vach), Marcel Findeiß (Sp Vgg Selbitz), Nico Schröttle, Sebastian Marx (beide ATSV Erlangen), Felix Mellinghoff (ASV Pegnitz), Jackson Ruziski (TSV Kornburg), Jens Wartenfelser (Baiersdorfer SV), Nino Seiler (SG Quelle Fürth) und Thomas Mohrbach (SC 04 Schwabach) dabei. Einmal Rot und einmal Gelb-Rot gab es für Leondrit Maraj (Dergahspor Nürnberg) und Stefan Kolb (TSV Neudrossenfeld).

dme

Mit 16 Toren bester Schütze beim Meister TSV Kornburg war Szymon Pasko. Unser Bild zeigt ihn in der Partie gegen FSV Erlangen-Bruck, die mit 600 am meisten Zuschauer in dieser Saison an den Sportplatz lockte. Foto: Roland Jainta

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