Offiziell endet Mitte Mai die Rückrunde der Amateurfußballer. Für viele Vereine wird es dann aber erst richtig spannend, stehen doch im Zusammenhang mit der Ligareform noch umfangreiche Qualifikationsspiele bevor. Regionalliga Bayern (bislang Bayernliga): Für die Regionalliga Bayern sind alle aktuellen bayerischen Mannschaften der Regionalliga Süd qualifiziert. Hinzu kommen die ersten neun Klubs der aktuellen Bayernliga. Sollten Viktoria Aschaffenburg (derzeit noch Hessen) und der FV Illertissen (Baden-Württemberg) mindestens Neunter in ihren Oberligen werden, kommen auch diese Vereine dazu. Die Vereine auf den Plätzen zehn bis 15 in der Bayernliga und die jeweils ersten beiden Klubs der drei Landesligen spielen im Europapokal-Modus mit Hin- und Rückspiel drei weitere Plätze in der neuen Regionalliga Bayern aus. Bayernliga (neu, zweigeteilt): Wer die Qualifikation zur Regionalliga nicht schafft, der wird in die zweigleisige neue Bayernliga eingeordnet. Hinzu kommen die Landesligisten bis einschließlich Platz acht. Die sieben Bezirksoberliga-Meister sowie alle Landesligavereine auf den Rängen neun bis 15 werden in sieben Gruppen zu je vier Klubs nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt. Die sieben Gruppensieger sind ebenfalls für die Bayernligen spielberechtigt. Landesliga (bislang drei, künftig fünf Gruppen): Die Landesliga-Klubs ab Platz 16 sind automatisch für die neue Landesliga qualifiziert. Das gilt auch für die Vereine, die in der Qualifikation zur Bayernliga scheitern. Hinzu kommen aus den sieben Bezirksoberligen die Vereine auf den Rängen zwei bis sechs. Die BOL-Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zwölf können sich gemeinsam mit den Bezirksliga- Meistern für die neuen Landesligen qualifizieren. Änderungen gibt es auch im Toto-Pokal. Wie bisher wird es 24 Kreissieger geben. Automatisch qualifiziert sind die aktuell drei bayerischen Drittligisten. Die 37 anderen Klubs für die erste Hauptrunde auf bayerischer Ebene müssen per Qualifikation ermittelt werden. Ausgenommen von der Teilnahme sind wie bisher die zweiten Mannschaften. Die Verbandsligisten sollen sich entscheiden, ob sie zwei Qualifikationsrunden oder die Teilnehmer in Turnierform ermitteln wollen. Dazu ist eine Umfrage geplant. Die Qualifikation zum Toto-Pokal wird in zwei Quali-Runden am 10./11. und 13./14. Juli gespielt. Sollten sich die Vereine für den Turniermodus entscheiden, dann wird am 13. oder 14. Juli gespielt. Die erste Hauptrunde findet am 29. August statt. Was passiert bei Punktgleichheit am Ende der laufenden Saison? In der Reihenfolge zählen: Direkter Vergleich, Tordifferenz, die mehr erzielten Tore, die Anzahl der Siege und die Anzahl der auswärts erzielten Tore. Sollte dann noch immer kein Team besser sein, gibt es einen Losentscheid. Sind mehrere Mannschaften punktgleich, wird eine eigene Tabelle mit den Spielen untereinander erstellt. Zweite Mannschaften: Der SSV Jahn Regensburg II kann sich nur für die Regionalliga Bayern qualifizieren, wenn die erste Mannschaft in die 2. Bundesliga aufsteigt. Analog verbleibt beispielsweise die U23 des FC Ingolstadt 04 nur dann in der Regionalliga, wenn die „Erste“ in der 2. Liga den Klassenerhalt schafft. Der FSV Erlangen-Bruck II kann nur in die Bayernliga aufsteigen, wenn die erste Mannschaft sich für die Regionalliga qualifiziert. Die zweiten Mannschaften können an der jeweiligen Qualifikation teilnehmen. Scheidet aber die erste Mannschaft in der Qualifikation aus, ist die Qualifikation für die jeweilige U 23 beendet und es profitiert der jeweilige Gegner. X:0-Wertungen: Da in dieser Saison das Torverhältnis für die Platzierung in der jeweiligen Liga von Belang ist, wird das Verbandssportgericht verbindlich entscheiden, wie sich X:0-Wertungen im Torverhältnis niederschlagen. DieTerminefür die Qualifikationsrunden stehen bereits fest. Die erste Runde zur Regionalliga Bayern wird am 23. und 26. Mai gespielt, die zweite am 2. und 6. Juni. Die Spiele zu den Bayernligen finden am 24. und 28. Mai sowie am 3. und 5. Juni statt. Die Saison 2012/13 beginnt für Ligen mit 19 und mehr Mannschaften am 17. oder 18. Juli, für Spielklassen mit 18 Teams am 20. oder 21. Juli. DieSportgerichtsbarkeitwird ab der neuen Saison für den Verbandsspielbereich neu geregelt. Das neue Gericht wird „Sportgericht Bayern“ heißen. Dem vorgeschaltet wird ähnlich wie beim DFB ein Verbandsinspektor, der als Ankläger fungiert. Dieser Verbandsinspektor wird die Stellungnahmen der Vereine einholen und dem Sportgericht das Strafmaß vorschlagen.ke/dm

Zwei Kandidaten für die neue Bayernliga Nord. Bezirksoberliga-Tabellenführer 1. SC Feucht (in Weiß) und Verfolger SC 04 Schwabach streben die Teilnahme an den Aufstiegsspielen an. Foto: Jainta
Ligareform aktuell
Wendet man die Auf- und Abstiegsregelungen im Zusammenhang mit der Ligareform auf den derzeitigen Tabellenstand an, ergibt sich für die Vereine aus der Region folgende Situation:
Bayernliga Die drei mittelfränkischen Clubs in der Bayernliga–SCEltersdorf(2.),SVSeligenporten (5.)und FSVErlangen-Bruck (9.)–wären zum jetzigen Stand für die Regionalliga Bayern qualifiziert.
Landesliga Der FSV Erlangen-BruckII(8.) wäre nach aktuellem Stand in die neue Bayernliga Nord einzuteilen. SpVgg Jahn Forchheim (10.),Dergahspor Nürnberg(11.) und TSV Neustadt/Aisch (15.) spielen um den Aufstieg in die Bayernliga Nord in einer möglichen 4er Gruppe mit. Hinzu käme momentan der 1.SC Feucht (als möglicher BOL-Meister). Es werden zwei Paarungen gebildet, die Sieger spielen einen Aufsteiger in die Bayernliga aus (jeweils Hin- und Rückspiel). Die drei verbliebenen Teams gehen in die Landesliga. SpVgg Ansbach(17.) bleibt Landesligist.
Bezirksoberliga SG Quelle Fürth, SC04 Schwabach, TSV Buch, BSC Erlangen und ASV Zirndorf sind automatisch für die Landesliga qualifiziert. Der 1.SC Feucht(1.) ebenfalls, sollte er in der Bayernliga-Relegation scheitern. Baiersdorfer SV, FSV Stadeln, TSG08 Roth, TSV Kornburg, ASV Vach und SV Seligenporten II spielen mit dem SV Nürnberg Süd (Meister Bezirksliga 2) und ASV Pegnitz (Meister Bezirksliga1) um den Aufstieg in die Landesliga. Es werden vier Paarungen gebildet, die vier Sieger(nach Hin- und Rückspiel) steigen in die Landesliga auf, die vier Verlierer gehen in die Bezirksliga. BSC Woffenbach, FV Wendelstein, FC Hersbruck und SpVgg AnsbachII steigen in Bezirksliga ab. Die BOL wird aufgelöst.
Bezirksliga 2 TSV Berching, FV Uffenheim, SC Aufkirchen, TSV Winkelhaid ,TV21 Büchenbach, FSV Bad Windsheim, TSG Solnhofen, TSV Weißenburg, SV Ornbau, ESV Ansbach-Eyb und TuS Feuchtwangen sind für die neue Bezirksliga qualifiziert. Hinzu kommen die Kreisliga-Meister. SC Großschwarzenlohe, TSC Neuendettelsau, TSV Rothenburg und ASV NeumarktII müssten nach derzeitigem Stand in die zugehörige Kreisliga absteigen.
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