Wie Man U gegen Bayern
Durch zwei Tore in der Nachspielzeit gewinnt der SC 04 das Derby in Kornburg
KORNBURG/SCHWABACH (rg/ rn/as) — Mit 1:0 hat der TSV Kornburg im Bezirksoberligaderby gegen den SC 04 Schwabach nach 90 Minuten …, nein, nicht gewonnen, sondern nur geführt. Dann bestrafte Schiedsrichter Rolle die aufreizende Kornburger Langsamkeit beim Ausführen von Einwürfen und Freistößen mit fünf Minuten Nachspielzeit. Und nach diesen 95 Minuten stand es nicht mehr 1:0 für Kornburg, sondern 2:1 für den Gast aus Schwabach. Das erinnerte ein wenig an das legendäre Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Manchester United.
Der SC 04 bejubelte im Nürnberger Süden einen schmeichelhaften Sieg. Fast ein ganzes Spiel lang liefen die Eisenberger-Schützlinge einem frühen Rückstand hinterher, den der völlig freistehende Stefan Schwendinger schon nach sieben Minuten per Kopf erzielt hatte. Die Gäste, die noch auf den zweiten Platz schielen, brachten danach in der Offensive nichts bis herzlich wenig zustande. In der regulären Spielzeit gab es lediglich eine Möglichkeit zu notieren. Nach einer Freistoßflanke fiel das Spielgerät Fabian Schäll vor die Füße. Kornburgs Matthias Exner schlug den Ball von der Linie (62.). Auch auf der anderen Seite wurde den gut 200 Zuschauern auf dem zugigen Kornburger Sportgelände nicht viel geboten. Die Hausherren spielten ihre Konter ganz schlecht aus. Der letzte Pass wollte nicht ankommen, und wenn es einmal einer wie
Spiel der W che
Felix Probst aus der Distanz versuchte, dann war der selten geprüfte Schwabacher Keeper Thomas Raffel auf dem Posten.
Insofern lief alles auf einen schmucklosen Kornburger Sieg hinaus, bis Schiri Rolle die Nachspielzeit einläutete. Er tat das mit einem Freistoß für Schwabach, den Nicolas Daum so hoch in den Kornburger Nachmittagshimmel beförderte, dass die Kugel mindestens Blickkontakt bis zum Autobahnkreuz Nürnberg Süd hatte. Als sie nach gefühlten 30 Sekunden den Weg in den Kornburger Strafraum fand, hielt Kapitän Markus Theil in seiner Verzweiflung den Hinterkopf hin, und schon zappelte das Spielgerät im Netz (90.+1). Es kam noch schlimmer für die Hausherren, weil Schiedsrichter Rolle nach einer Attacke gegen Lausecker (zurecht) wieder auf Freistoß entschied. Diesmal zielte Schäll nicht nach oben, sondern direkt ins Tor (90.+5). Danach ging’s nicht mehr zum Anstoßpunkt, sondern direkt zum Duschen.
TSV Kornburg: Selenski,Edenharter,Distler, Probst,Kepeschziuk,Ruziski,Weidmann, Exner,Schmidt(61.Schmidmeier),Schwendinger (83.Gruber),Perras(61.Wolf).
SC 04 Schwabach: Raffel,Theil,Tauch, Daum, Lausecker, De Biasi (63. Linhardt), Distler,Blob (77. Hofer), Schäll, Pritschet (72.Koc),Eck.
Tore: 1:0 Schwendinger (7.), 1:1 Theil (90.+1),1:2Schäll(90.+5).
SR: Rolle(Speikern).– ZS: 220.
Ein Spiel dauert manchmal 95 Minuten. So wie gestern in Kornburg. Das Bild zeigt die letzte Szene des Spiels. Der Freistoß von Fabian Schäll (nicht im Bild) schlägt zum 2:1-Siegtor ein. Foto: Gerner
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Turbulent –turbulenter –Heßdorf
Bei Kornburgs 2:3-Niederlage ging es wieder einmal drunter und drüber
KORNBURG (as) — Schon vor der unglücklichen 1:2-Niederlage gestern im Derby gegen den SC 04 Schwabach (siehe Bericht oben) hat der TSV Kornburg seine wohl letzte Chance auf die Aufstiegsplätze verspielt. Am Karsamstag verlor die Mannschaft von Norbert Winkler bei der kampfstarken Sp Vgg Heßdorf mit 2:3 (1:2).
Wenn es schon dreckige Siege gibt, dann gibt es auch dreckige Niederlagen. So wie für Kornburg in Heßdorf. Heßdorf ging in der 13. Minute durch Hobner in Führung. Dabei kugelte sich Kornburgs Keeper Tammo Pannemann den Daumen aus und musste ersetzt werden. Wenig später gelang Spielertrainer Alkov das 2:0. Kornburg kam allerdings durch Schwendinger noch vor der Pause zum Anschluss. Ein weiterer Treffer durch ein glasklares Heßdorfer Eigentor fand nicht die Zustimmung des aus Kornburger und auch aus Heßdorfer Sicht nicht immer richtig liegenden Schiedsrichters Kleemann (43.). Acht Minuten nach Wiederanpfiff dann allerdings doch das 2:2. Kepesziuks Schuss schlug gegen den Innenpfosten, von dort gegen Torwart Geißler und von dem ins Tor. Dann wurde es richtig turbulent. Eigentlich hätte es in der letzten halben Stunde drei Elfmeter geben müssen. Schiedsrichter Kleemann pfiff nur einen: Gumbrecht verwandelte zum Endstand (63.). Und flog gleich darauf nach einer unsportlichen Jubelgeste mit Gelb-Rot vom Platz. Bei einem zweiten Heßdorfer Strafstoß sah Kleemann eine „Schwalbe“ und auf der anderen Seite nach brutalem Einsteigen gegen Schwendinger ertönte zwar ein Pfiff. Doch es war kein Elfmeter-, sondern der Schlusspfiff.
TSV Kornburg: Pannemann(13.Selenski), Edenharter,Distler,Probst,Schmidmeier(58. Jobst),Kepeschziuk,Ruziski,Schwendinger, Weidmann,Exner,Gruber.
Tore: 1:0Hobner(13.),2:0Alkov(20.),2:1 Schwendinger(34.),2:2Geißler(ET,53.),3:2 Gumbrecht(Elfmeter,63.).
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Der Knoten ist geplatzt
Erster „Dreier“ im Jahr 2010 für den SC Großschwarzenlohe
GROSSSCHWARZENLOHE — An Karsamstag ist der Knoten geplatzt: Gegen den TSV Rothenburg konnte der SC Großschwarzenlohe mit einem 3:1 den ersten Sieg des Jahres 2010 landen und damit Boden im Kampf gegen den Abstieg gut machen.
Gut 20 Minuten tat sich wenig vor den Toren. Dann ging ein Kopfball von Lechner knapp drüber (21.) und Kohout zwang Torhüter Eisinger mit einem Schuss aus 20 Metern zu einer Glanzparade (22.). Der Rothenburger Esslinger zielte ebenfalls zu hoch (24.) und nach einer halben Stunde hatte Nierlich gleich zweimal die Führung auf dem Fuß. Doch einmal verzog er und einmal scheiterte er am Torwart. Auch mit einem Kopfball nach einer Ecke hatte er kein Glück (42.).
Kurz nach der Pause gingen die Gäste in Führung. Einen eher verunglückten Schuss konnte Gebhart über die Linie drücken (47.). Aber der SCG konnte bald zurückschlagen. Jäger eroberte am gegnerischen Strafraum den Ball, spielte zu Nierlich, der am herauseilenden Torhüter Eisinger zum Ausgleich einschob (55.).
In der 62. Minute brachte der eingewechselte Uyar seine Farben im Nachschuss aus 16 Metern sogar mit 2:1 in Front. Wenig später die entscheidende Szene der Partie: SCG-Torhüter Köhler verhinderte gegen Kern den Ausgleich und im Gegnzug gelang erneut Uyar auf Vorarbeit von Nierlich das 3:1 (69.).Davon erholten sich die Gäste nicht mehr, sie fanden keine Mittel, das Spiel gegen den aufopferungsvoll kämpfenden SCG noch einmal zu drehen.
SC Großschwarzenlohe: Köhler,Lechner, Hassler,Bauer,Schmidt,Kohout,Klos(76. Harrer),Jalalsalim(58.Welter),Jäger,Grabinger (46.Uyar),Nierlich.
Tore: 0:1Gebhart(47.),1:1Nierlich(55.), 2:1,3:1Uyar(62.,69.).
SR: Müller(DJKGnotzheim).–
ZS: 60
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Der Knoten ist geplatzt
Erster „Dreier“ im Jahr 2010 für den SC Großschwarzenlohe
GROSSSCHWARZENLOHE — An Karsamstag ist der Knoten geplatzt: Gegen den TSV Rothenburg konnte der SC Großschwarzenlohe mit einem 3:1 den ersten Sieg des Jahres 2010 landen und damit Boden im Kampf gegen den Abstieg gut machen.
Gut 20 Minuten tat sich wenig vor den Toren. Dann ging ein Kopfball von Lechner knapp drüber (21.) und Kohout zwang Torhüter Eisinger mit einem Schuss aus 20 Metern zu einer Glanzparade (22.). Der Rothenburger Esslinger zielte ebenfalls zu hoch (24.) und nach einer halben Stunde hatte Nierlich gleich zweimal die Führung auf dem Fuß. Doch einmal verzog er und einmal scheiterte er am Torwart. Auch mit einem Kopfball nach einer Ecke hatte er kein Glück (42.).
Kurz nach der Pause gingen die Gäste in Führung. Einen eher verunglückten Schuss konnte Gebhart über die Linie drücken (47.). Aber der SCG konnte bald zurückschlagen. Jäger eroberte am gegnerischen Strafraum den Ball, spielte zu Nierlich, der am herauseilenden Torhüter Eisinger zum Ausgleich einschob (55.).
In der 62. Minute brachte der eingewechselte Uyar seine Farben im Nachschuss aus 16 Metern sogar mit 2:1 in Front. Wenig später die entscheidende Szene der Partie: SCG-Torhüter Köhler verhinderte gegen Kern den Ausgleich und im Gegnzug gelang erneut Uyar auf Vorarbeit von Nierlich das 3:1 (69.).Davon erholten sich die Gäste nicht mehr, sie fanden keine Mittel, das Spiel gegen den aufopferungsvoll kämpfenden SCG noch einmal zu drehen.
SC Großschwarzenlohe: Köhler,Lechner, Hassler,Bauer,Schmidt,Kohout,Klos(76. Harrer),Jalalsalim(58.Welter),Jäger,Grabinger (46.Uyar),Nierlich.
Tore: 0:1Gebhart(47.),1:1Nierlich(55.), 2:1,3:1Uyar(62.,69.).
SR: Müller(DJKGnotzheim).–
ZS: 60
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