So spielten unsere Herren am 18.04.2010

Nach der Pause wie verwandelt
 Fußball-BOL: TSV Kornburg dreht in Stadeln 0:2-Rückstand

  KORNBURG/STADELN (rj) — Fußball-Bezirksoberligist TSV Kornburg kann also doch noch ge­winnen. Nach vier weniger erfolg­reichen Spielen, in denen unterm Strich nur zwei magere Pünkt­chen blieben, setzte sich die Elf von Trainer Norbert Winkler ges­tern beim FSV Stadeln mit 4:2 (0:2) verdient durch.
  Allerdings hatte es zunächst nicht nach einem Auswärtserfolg der Kornburger ausgesehen. Die Gäste mussten bereits nach einer Minute einem Rückstand hinter­her laufen, weil Toksoez aus 18 Metern per Freistoß traf. Die Kornburger standen auch in der Folgezeit zu tief in der eigenen Hälfte und ließen die Stadelner gewähren. Die bedankten sich für ihre Freiheiten mit dem 2:0, das Haubner in der elften Minute mar­kierte. Die 2:0-Führung des FSV zur Pause war auf Grund dieses Spielverlaufes auch vollkommen verdient.
  Mit der Hereinnahme von Wolf und Farhan zu Beginn des zwei­ten Durchgangs setzte Trainer Winkler ein Zeichen zu mehr Of­fensive. Plötzlich lief es beim TSV Kornburg. Mit dem Willen, das Spiel zu drehen, und einer spiele­risch starken Leistung schockte man die Heimelf, bei der sich im­mer mehr konditionelle Defizite auftaten. Stephan Schwendinger verkürzte in der 55. Minute auf 1:2, und als in der 75. Minute Mat­thias Exner das Leder per Frei­stoß aus 16 Metern in rechte, obere Eck geschlenzt hatte, be­gann das Spiel von Neuem.
  Kornburg war nun eindeutig Chef auf dem Platz und bog zehn Minuten vor Schluss auch noch auf die Siegerstraße ein, als Ex­ner eine Flanke am langen Eck unter die Latte bugsierte. Damit noch nicht genug. Farhan legte bei einem Konter in der 86. Mi­nute das Leder genau in den Lauf von Schwendinger, der keine Mühe mehr hatte, zum 4:2 zu voll­strecken.
 
  FSV Stadeln:
Oriwoll;Spahn,Wanio, Haubner(30.Wittmair),Ell,Mohr,Aza­dam, Strobel, Toksoez (71. Laschet), Pommer(62.Kern).
 
TSV Kornburg: Seidl;Schmidt,Ewin­ger (46.Wolf),Distler,Edenharter,Ivko­vic, Ruziski,Exner,Jobst(46.Farhan), Kepschziuk,Schwendinger.
 
Tore: 1:0Toksoez(1.),2:0Haubner (11.),2:1Schwendinger(55.),2:2Exner (75.),2:3Exner(80.),2:4Schwendinger (86.).
SR: Nador.
Zuschauer: 340.
 

 
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Vor ungewisser Zukunft
 Bezirksliga Süd: Der SCG muss nun auf Relegation hoffen


  GROSSSCHWARZENLOHE (rn/rj) — Einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd erlebten gestern die Kicker des SC Großschwarzenlohe. Mit einer eher dürftigen Leistung und der 1:3 (0:0)-Niederlage gegen den FSV Bad Windsheim verabschiedeten sich die Schützlinge von Trainer Frank Ulbricht wohl endgültig von der Hoffnung, den Klassenerhalt ohne Zusatzschicht zu erreichen.
 
Wenigstens hat sich die Ausgangssi­tuation für den SCG vor dem Keller­duell nächsten Sonntag in Heideck nicht wesentlich verschlechtert. Der große Rivale zog gestern nämlich in Holzheim mit 0:3 den Kürzeren. Allersdings mischen jetzt auch wieder die Holzheimer im Rennen um den Relegationsplatz 13 kräftig mit.
  Nach einer noch ordentlichen, aber auch torlosen ersten Hälfte schien man den Gegner im Griff zu haben. Jedoch nur bis zur 65. Minute: Da se­gelte eine Freistoßflanke von Ziehaar auf Kopfhöhe quer durch den Fünfme­terraum des SCG. Keiner fühlte sich für das Leder zuständig und am lan­gen Eck bedankte sich Weglehner mit dem 1:0 für den FSV. Dieser Treffer war Gift für die Hausherren, die nur drei Minuten später auch noch Lech­ner wegen Reklamierens mit der Am­pelkarte verloren. Die Gäste nutzten nach 77 Minuten ihre zahlenmäßige Überlegenheit ge­gen eine schlafmützige Deckung zum zweiten Treffer. Zwar traf Jakob zunächst nur den Pfosten, den Abpral­ler drückte jedoch Weglehner über die Linie. Die Hausherren riskierten jetzt alles, aber es kam noch dicker. Bei einem der Gästekonter wusste sich Harry Hassler nur noch mit einem tak­tischem Foul zu behelfen, was der Unparteiische mit der zweiten gelben Karte (und damit Gelbrot) für den Routinier ahndete. Bemerkenswert jedoch, das der SCG trotz zwei Mann Unterzahl noch einmal herankam. Michael Nierlich schloss ein 50-Me­ter- Solo mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 in der 89. Minute ab. Als die Gastgeber in der Schlussminute alles nach vorne warfen, um vielleicht noch auszugleichen, landete der FSV durch den eingewechselten Ziehaar aber doch noch das entscheidende 3:1.
 
  SC Großschwarzenlohe:
Köhler, Bauer, Schmidt(67.Müller), Jalalsalim(53.Wolf), Lechner, Welter, Kohout, Jäger, Nierlich, Hassler,Klos(77.Grabinger).
  Tore: 0:1,0:2Weglehner(65.,77.),1:2Nier­lich (89.),1:3Ziehaar(90.+1). SR: Theisser (SpV Etzelskirchen). Zuschauer: 80 – Gel­brot:
  Lechner(68.)wegenReklamieren,Hass­ler (83.)wegenwiederholtenFoulspiels.
 Führungswechsel

  Die DJK Schwabach ist auf Grund der Niederlage gegen Dinkelsbühl ( siehe eigenen Bericht) die Tabellen­führung in der Bezirksliga Süd los. Nutznießer des Dinkelsbühler Erfol­ges war gestern in erster Linie die Bay­ernliga- Reserve der Sp Vgg Ansbach, die dank ihres 4:1-Erfolges gegen den TSV Rothenburg die Tabellenführung übernahm. Die DJK Schwabach liegt mit drei Punkten Rückstand auf Rang zwei. Allerdings lauern die Verfolger auf weitere Ausrutscher der Kraus-Elf. Selbst der Tabellensiebte FV Wen­delstein ist bei sechs Punkten Rück­stand zur DJK noch im Rennen.
 



Da konnten sich die Großschwarzenloher (re. Kapitän Harry Hassler) strecken, wie sie wollten, gestern gingen sie erneut leer aus. Foto: Jainta

 
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Neue Rollenverteilung im Titelrennen
 Kreisklasse Jura Nord: TSV Rittersbach ist jetzt der Topfavorit — „Urus“ 1:3

  SCHWABACH (rj/ua) — So langsam scheint Klarheit ins Aufstiegsrennen der Fußball-Kreisklasse Jura Nord zu kommen. Der Favorit SV Unterrei­chenbach patzte erneut (diesmal mit 1:3 in Rothaurach) und die Konkur­renz punktete. Mit dem Resultat, dass Spitzenreiter TSV Rittersbach (3:0 in Allersberg) bei nunmehr vier Punkten Vorsprung alle Trümpfe in den Hän­den zu haben scheint. Auch der TSV Wendelstein (2:1 über Kornburg II) ist, obwohl punktgleich mit den „Urus“, in der besseren Ausgangs­lage, weil mit einem Spiel im Rück­stand. O.k., noch sind ja sechs bezie­hungsweise fünf Partien zu spielen in dieser Saison, da kann noch jede Menge passieren.
  Auch im Abstiegskampf, wo an die­sem Wochenende der SC Großschwar­zenlohe II mit seinem last-minute-Heimsieg über den SV Leerstetten II zum großen Gewinner avancierte. Der TSV Kleinschwarzenlohe (1:3 gegen Wolkersdorf) ist so gut wie abgestie­gen. SV Leerstetten II, TSG 08 Roth III (1:4 in Rednitzhembach), SV Kam­merstein und TV 21 Büchenbach II (0:0 im direkten Vergleich) sind neben dem SCG II die Kandidaten für den zweiten Abstiegsplatz beziehungs­weise Rang 13. Die „Hembis“ indes machten sich erfolgreich aus dem Staub.
  TSV Rothaurach – SV Unterreichen­bach 3:1 (1:0). Die Aufstiegsambitio­nen der „Urus“ erhielten einen weite­ren herben Dämpfer. Die Nüssing-Elf begann druckvoll und hatte in den ers­ten zehn Minuten bereits drei Möglich­keiten durch Klaus Aschenbrenner (5.), Franz Engelhardt mit Lattentref­fer (7.) und Franz Weber (9.). Die Gast­geber tauchten zum ersten Mal nach 15 Minuten gefährlich vor dem Unter­reichenbacher Gehäuse auf. In der 25. Minute war es dann TSV-Torjäger Holzheid, der sich mit grenzwertigem Körpereinsatz durchsetzte und seine Elf in Führung brachte. Die „Urus“ ließen sich zunächst nicht von diesem Rückstand beeindrucken. Eine verun­glückte Flanke von Christian Zier­mann landete auf der Latte (40.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte ein TSV-Verteidiger nach Kopfball von Klaus Aschenbrenner auf der Torlinie retten.
  Schiri Klaus Macho (SV Mühlhau­­sen), der insgesamt eine schwache Leistung bot und dabei die Heimelf mehrfach bevorteilte, entschied in der 50. Minute nach einem vermeintlichen Handspiel zu unrecht auf Elfmeter für den TSV. Keeper Christian Ehrenfort parierte jedoch gegen Sperl glänzend. Eine weitere Fehlentscheidung war dem 2:0 vorausgegangen: Holzheid köpfte aus glasklarer Abseitsstellung ein (65.). Die „Urus“ warfen nun alles nach vorne: Nur 60 Sekunden später traf Franz Weber die Latte. Im Nach­setzen war er dann aber in der 72. Minute zum 2:1 erfolgreich. Seltsamer­weise konnten sich die „Urus“ keine nennenswerten Torchancen mehr erar­beiten. Zu allem Überfluss erhielt Günter Seemann auch noch wegen Reklamierens die gelbrote Karte (82.). Für die Entscheidung sorgte Heyder mit seinem Kopfballtreffer zum 3:1-Endstand (85.).
 
  SV Unterreichenbach:
Ehrenfort, Zier­mann, Seemann, Kleen, K. Aschenbrenner, Wenzel,Engelhardt,Bergmann(62.Lunz),A. Müller,Seidl,Weber.

  TSV Wendelstein — TSV Kornburg II 2:1 (1:1).
Einmal mehr machte es der TSV Wendelstein in einem Heimspiel spannend. In der 88. Minute mar­kierte Kevin Wosch den 2:1-Siegtref­fer gegen die BOL-Reserve des TSV Kornburg. Kornburg hatte den besse­ren Start, doch zwei gute Chancen blieben ungenutzt. Die Führung mar­kierte Wendelstein, als Odörfer nach Freistoß von Manuel Höhn mit einem herrlichen Kopfball ins lange Eck voll­endete (13.). Gegen eine mit einigen BOL-Spielern gespickte Gästemann­schaft blieb die Heimelf weiter am Drücker und hätte in der 32. Minute das 2:0 markieren können, doch Molga scheiterte am Gästekeeper. Dann doppeltes Pech, als nach Ecke zwei Mal das Aluminium den zweiten Treffer verhinderte. Dann wurde Wosch im 16er gelegt. Elfmeter, Baier­lein läuft an, setzt die Kugel aber gegen den Pfosten. Zwei Minuten später Freistoß auf der anderen Seite, die TSV-Abwehr ist nicht auf der Höhe, und es heißt 1:1 (37.).
  Nach der Pause ging’s dann weiter mit dem Alu­minium- Test. Diesmal traf Manuel Höhn aus zehn Metern die Latte (56.). Dann geriet Wen­delstein in Unterzahl.
  Baierlein wurde vom schwachen Referee mit der Ampelkarte zum Du­schen geschickt. In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlag­abtausch, gepaart mit viel Hektik, die der immer unsicherer wer­dende Schiri mit seinen Entscheidungen herein­brachte. Als die Kornbur­ger in der 80. Minute ebenfalls dezimiert wur­den, nutzte die Heimelf dies für das Siegtor. Wosch traf mit dem Kopf aus fünf Metern nach Ecke von Manuel Höhn.
 
  TSV Wendelstein:
Varjacic, Baierlein, Michel,Coskun,Rößlein(88.Tesfai),Molga, R. Höhn (87. Güclü), M. Höhn, Schwefel, Wosch,Odörfer.
  SV Rednitzhembach — TSG 08 Roth III 4:1 (0:0).
Die Gäste kamen zu­nächst besser ins Spiel, verpassten es aber, in Führung zu gehen. Gleich zwei Mal rettete der Pfosten für die Heimelf. In der 35 Minute schwäch­ten sich die „Hembis“ selbst, als der übermotivierte Kimmelzwinger nach Tätlichkeit gegen einen Spieler seines Ex-Clubs den roten Karton sah.
  Nach der Pause dauerte es nur zwei Minuten, bis Stöcklein per Kopf die Hembacher Führung markierte. Doch diese währte nicht lange. Die Gäste glichen mit einem Freistoß aus 25 Metern durch Streitel prompt aus. Nach einem Foul an Bauer im Straf­raum zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß ver­wandelte Nachtrab souverän. Der ein­gewechselte Ziegler sorgte dann für die Entscheidung: Nach feinem Zu­spiel von Bauer ließ er dem Gästekee­per keine Chance. Den Schlusspunkt setzte dann Bauer selbst. Im Straf­raum tanzte er zwei Gegenspieler aus und schob überlegt ein.
 
  SV Rednitzhembach:
Löhner,Kimmelzwin­ger, Heitmann,Ehrlich,Nachtrab,Leuzmann, Grauthoff(Genhofer),Stöcklein,Bauer,Lang (Stranka),Güttler(Ziegler).
  TSV Kleinschwarzenlohe — TSV Wolkersdorf 1:3 (1:1).
Wieder reichte es für das Schlusslicht nicht zu einem Punktgewinn. Wolkersdorf ging in der 15. Minute in Führung. Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite kam Leinberger zum Schuss. Torwart Puschner konnte noch parie­ren, doch Klippel stand goldrichtig und staubte ab. Kleinschwarzenlohe spielte weiterhin mit und hatte die beste Szene, als Basti Ebersberger auf Michael Steinberger zurücklegte, doch dessen Flachschuss lenkte Tor­wart Friedl gerade noch zur Ecke. Machtlos war er jedoch, als ein Frei­stoß von Michael Heubeck an der schlecht postierten Mauer zum 1:1 ein­schlug (32.). Eine Minute vor dem Halbzeitpfif nochmals eine Schreckse­kunde für die Heimelf, doch Balek konnte im letzten Moment noch gestoppt werden. Auch im zweiten Abschnitt waren die Gäste zunächst wacher. So musste Torwart Puschner gegen Leinberger und Brater klären. Kleinschwarzenlohe war in der Offen­sive gewohnt harmlos, die Gäste zeig­ten im Angriff auch ziemlich wenig. So musste in der 68. Minute eine ver­unglückte Flanke von Weiler herhal­ten, die über Torwart Puschner im obe­ren Eck landete und die 2:1-Führung für Wolkersdorf bedeutete. Danach hatte der Gast mehrere Chancen, doch nur Rilter erhöhte mit einem „Ping- Pong-Tor“ auf 3:1(85.).
 
 TSV Kleinschwarzenlohe:
Puschner,Stef­fen (70.Meier),Burkard,Gabler,Heubeck, Weschta,Ortlepp(60.Haas),S.Ebersberger, Yildiz(75.Lauterbach),Wagner,Steinberger.
  TSV Wolkersdorf: Friedl,Baas,Stilknecht, Balek, Rilter, Scholz, Reuss, Leinberger, Regensburger,Brater,Weiler(Klippel).
 



Das Tor, das die Kicker des SC Großschwarzenlohe II wieder etwas ruhiger schlafen lässt. Per Kopfball fiel das 2:1-Siegtor im Kellerduell mit dem SV Leerstetten II. Foto: Jainta

 
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