Nach der Pause wie verwandelt
Fußball-BOL: TSV Kornburg dreht in Stadeln 0:2-Rückstand
KORNBURG/STADELN (rj) — Fußball-Bezirksoberligist TSV Kornburg kann also doch noch gewinnen. Nach vier weniger erfolgreichen Spielen, in denen unterm Strich nur zwei magere Pünktchen blieben, setzte sich die Elf von Trainer Norbert Winkler gestern beim FSV Stadeln mit 4:2 (0:2) verdient durch.
Allerdings hatte es zunächst nicht nach einem Auswärtserfolg der Kornburger ausgesehen. Die Gäste mussten bereits nach einer Minute einem Rückstand hinterher laufen, weil Toksoez aus 18 Metern per Freistoß traf. Die Kornburger standen auch in der Folgezeit zu tief in der eigenen Hälfte und ließen die Stadelner gewähren. Die bedankten sich für ihre Freiheiten mit dem 2:0, das Haubner in der elften Minute markierte. Die 2:0-Führung des FSV zur Pause war auf Grund dieses Spielverlaufes auch vollkommen verdient.
Mit der Hereinnahme von Wolf und Farhan zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte Trainer Winkler ein Zeichen zu mehr Offensive. Plötzlich lief es beim TSV Kornburg. Mit dem Willen, das Spiel zu drehen, und einer spielerisch starken Leistung schockte man die Heimelf, bei der sich immer mehr konditionelle Defizite auftaten. Stephan Schwendinger verkürzte in der 55. Minute auf 1:2, und als in der 75. Minute Matthias Exner das Leder per Freistoß aus 16 Metern in rechte, obere Eck geschlenzt hatte, begann das Spiel von Neuem.
Kornburg war nun eindeutig Chef auf dem Platz und bog zehn Minuten vor Schluss auch noch auf die Siegerstraße ein, als Exner eine Flanke am langen Eck unter die Latte bugsierte. Damit noch nicht genug. Farhan legte bei einem Konter in der 86. Minute das Leder genau in den Lauf von Schwendinger, der keine Mühe mehr hatte, zum 4:2 zu vollstrecken.
FSV Stadeln: Oriwoll;Spahn,Wanio, Haubner(30.Wittmair),Ell,Mohr,Azadam, Strobel, Toksoez (71. Laschet), Pommer(62.Kern).
TSV Kornburg: Seidl;Schmidt,Ewinger (46.Wolf),Distler,Edenharter,Ivkovic, Ruziski,Exner,Jobst(46.Farhan), Kepschziuk,Schwendinger.
Tore: 1:0Toksoez(1.),2:0Haubner (11.),2:1Schwendinger(55.),2:2Exner (75.),2:3Exner(80.),2:4Schwendinger (86.).
SR: Nador.
Zuschauer: 340.
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Vor ungewisser Zukunft
Bezirksliga Süd: Der SCG muss nun auf Relegation hoffen
GROSSSCHWARZENLOHE (rn/rj) — Einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd erlebten gestern die Kicker des SC Großschwarzenlohe. Mit einer eher dürftigen Leistung und der 1:3 (0:0)-Niederlage gegen den FSV Bad Windsheim verabschiedeten sich die Schützlinge von Trainer Frank Ulbricht wohl endgültig von der Hoffnung, den Klassenerhalt ohne Zusatzschicht zu erreichen.
Wenigstens hat sich die Ausgangssituation für den SCG vor dem Kellerduell nächsten Sonntag in Heideck nicht wesentlich verschlechtert. Der große Rivale zog gestern nämlich in Holzheim mit 0:3 den Kürzeren. Allersdings mischen jetzt auch wieder die Holzheimer im Rennen um den Relegationsplatz 13 kräftig mit.
Nach einer noch ordentlichen, aber auch torlosen ersten Hälfte schien man den Gegner im Griff zu haben. Jedoch nur bis zur 65. Minute: Da segelte eine Freistoßflanke von Ziehaar auf Kopfhöhe quer durch den Fünfmeterraum des SCG. Keiner fühlte sich für das Leder zuständig und am langen Eck bedankte sich Weglehner mit dem 1:0 für den FSV. Dieser Treffer war Gift für die Hausherren, die nur drei Minuten später auch noch Lechner wegen Reklamierens mit der Ampelkarte verloren. Die Gäste nutzten nach 77 Minuten ihre zahlenmäßige Überlegenheit gegen eine schlafmützige Deckung zum zweiten Treffer. Zwar traf Jakob zunächst nur den Pfosten, den Abpraller drückte jedoch Weglehner über die Linie. Die Hausherren riskierten jetzt alles, aber es kam noch dicker. Bei einem der Gästekonter wusste sich Harry Hassler nur noch mit einem taktischem Foul zu behelfen, was der Unparteiische mit der zweiten gelben Karte (und damit Gelbrot) für den Routinier ahndete. Bemerkenswert jedoch, das der SCG trotz zwei Mann Unterzahl noch einmal herankam. Michael Nierlich schloss ein 50-Meter- Solo mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 in der 89. Minute ab. Als die Gastgeber in der Schlussminute alles nach vorne warfen, um vielleicht noch auszugleichen, landete der FSV durch den eingewechselten Ziehaar aber doch noch das entscheidende 3:1.
SC Großschwarzenlohe: Köhler, Bauer, Schmidt(67.Müller), Jalalsalim(53.Wolf), Lechner, Welter, Kohout, Jäger, Nierlich, Hassler,Klos(77.Grabinger).
Tore: 0:1,0:2Weglehner(65.,77.),1:2Nierlich (89.),1:3Ziehaar(90.+1). SR: Theisser (SpV Etzelskirchen). Zuschauer: 80 – Gelbrot:
Lechner(68.)wegenReklamieren,Hassler (83.)wegenwiederholtenFoulspiels.
Führungswechsel
Die DJK Schwabach ist auf Grund der Niederlage gegen Dinkelsbühl ( siehe eigenen Bericht) die Tabellenführung in der Bezirksliga Süd los. Nutznießer des Dinkelsbühler Erfolges war gestern in erster Linie die Bayernliga- Reserve der Sp Vgg Ansbach, die dank ihres 4:1-Erfolges gegen den TSV Rothenburg die Tabellenführung übernahm. Die DJK Schwabach liegt mit drei Punkten Rückstand auf Rang zwei. Allerdings lauern die Verfolger auf weitere Ausrutscher der Kraus-Elf. Selbst der Tabellensiebte FV Wendelstein ist bei sechs Punkten Rückstand zur DJK noch im Rennen.

Da konnten sich die Großschwarzenloher (re. Kapitän Harry Hassler) strecken, wie sie wollten, gestern gingen sie erneut leer aus. Foto: Jainta
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Neue Rollenverteilung im Titelrennen
Kreisklasse Jura Nord: TSV Rittersbach ist jetzt der Topfavorit — „Urus“ 1:3
SCHWABACH (rj/ua) — So langsam scheint Klarheit ins Aufstiegsrennen der Fußball-Kreisklasse Jura Nord zu kommen. Der Favorit SV Unterreichenbach patzte erneut (diesmal mit 1:3 in Rothaurach) und die Konkurrenz punktete. Mit dem Resultat, dass Spitzenreiter TSV Rittersbach (3:0 in Allersberg) bei nunmehr vier Punkten Vorsprung alle Trümpfe in den Händen zu haben scheint. Auch der TSV Wendelstein (2:1 über Kornburg II) ist, obwohl punktgleich mit den „Urus“, in der besseren Ausgangslage, weil mit einem Spiel im Rückstand. O.k., noch sind ja sechs beziehungsweise fünf Partien zu spielen in dieser Saison, da kann noch jede Menge passieren.
Auch im Abstiegskampf, wo an diesem Wochenende der SC Großschwarzenlohe II mit seinem last-minute-Heimsieg über den SV Leerstetten II zum großen Gewinner avancierte. Der TSV Kleinschwarzenlohe (1:3 gegen Wolkersdorf) ist so gut wie abgestiegen. SV Leerstetten II, TSG 08 Roth III (1:4 in Rednitzhembach), SV Kammerstein und TV 21 Büchenbach II (0:0 im direkten Vergleich) sind neben dem SCG II die Kandidaten für den zweiten Abstiegsplatz beziehungsweise Rang 13. Die „Hembis“ indes machten sich erfolgreich aus dem Staub.
TSV Rothaurach – SV Unterreichenbach 3:1 (1:0). Die Aufstiegsambitionen der „Urus“ erhielten einen weiteren herben Dämpfer. Die Nüssing-Elf begann druckvoll und hatte in den ersten zehn Minuten bereits drei Möglichkeiten durch Klaus Aschenbrenner (5.), Franz Engelhardt mit Lattentreffer (7.) und Franz Weber (9.). Die Gastgeber tauchten zum ersten Mal nach 15 Minuten gefährlich vor dem Unterreichenbacher Gehäuse auf. In der 25. Minute war es dann TSV-Torjäger Holzheid, der sich mit grenzwertigem Körpereinsatz durchsetzte und seine Elf in Führung brachte. Die „Urus“ ließen sich zunächst nicht von diesem Rückstand beeindrucken. Eine verunglückte Flanke von Christian Ziermann landete auf der Latte (40.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte ein TSV-Verteidiger nach Kopfball von Klaus Aschenbrenner auf der Torlinie retten.
Schiri Klaus Macho (SV Mühlhausen), der insgesamt eine schwache Leistung bot und dabei die Heimelf mehrfach bevorteilte, entschied in der 50. Minute nach einem vermeintlichen Handspiel zu unrecht auf Elfmeter für den TSV. Keeper Christian Ehrenfort parierte jedoch gegen Sperl glänzend. Eine weitere Fehlentscheidung war dem 2:0 vorausgegangen: Holzheid köpfte aus glasklarer Abseitsstellung ein (65.). Die „Urus“ warfen nun alles nach vorne: Nur 60 Sekunden später traf Franz Weber die Latte. Im Nachsetzen war er dann aber in der 72. Minute zum 2:1 erfolgreich. Seltsamerweise konnten sich die „Urus“ keine nennenswerten Torchancen mehr erarbeiten. Zu allem Überfluss erhielt Günter Seemann auch noch wegen Reklamierens die gelbrote Karte (82.). Für die Entscheidung sorgte Heyder mit seinem Kopfballtreffer zum 3:1-Endstand (85.).
SV Unterreichenbach: Ehrenfort, Ziermann, Seemann, Kleen, K. Aschenbrenner, Wenzel,Engelhardt,Bergmann(62.Lunz),A. Müller,Seidl,Weber.
TSV Wendelstein — TSV Kornburg II 2:1 (1:1). Einmal mehr machte es der TSV Wendelstein in einem Heimspiel spannend. In der 88. Minute markierte Kevin Wosch den 2:1-Siegtreffer gegen die BOL-Reserve des TSV Kornburg. Kornburg hatte den besseren Start, doch zwei gute Chancen blieben ungenutzt. Die Führung markierte Wendelstein, als Odörfer nach Freistoß von Manuel Höhn mit einem herrlichen Kopfball ins lange Eck vollendete (13.). Gegen eine mit einigen BOL-Spielern gespickte Gästemannschaft blieb die Heimelf weiter am Drücker und hätte in der 32. Minute das 2:0 markieren können, doch Molga scheiterte am Gästekeeper. Dann doppeltes Pech, als nach Ecke zwei Mal das Aluminium den zweiten Treffer verhinderte. Dann wurde Wosch im 16er gelegt. Elfmeter, Baierlein läuft an, setzt die Kugel aber gegen den Pfosten. Zwei Minuten später Freistoß auf der anderen Seite, die TSV-Abwehr ist nicht auf der Höhe, und es heißt 1:1 (37.).
Nach der Pause ging’s dann weiter mit dem Aluminium- Test. Diesmal traf Manuel Höhn aus zehn Metern die Latte (56.). Dann geriet Wendelstein in Unterzahl.
Baierlein wurde vom schwachen Referee mit der Ampelkarte zum Duschen geschickt. In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, gepaart mit viel Hektik, die der immer unsicherer werdende Schiri mit seinen Entscheidungen hereinbrachte. Als die Kornburger in der 80. Minute ebenfalls dezimiert wurden, nutzte die Heimelf dies für das Siegtor. Wosch traf mit dem Kopf aus fünf Metern nach Ecke von Manuel Höhn.
TSV Wendelstein: Varjacic, Baierlein, Michel,Coskun,Rößlein(88.Tesfai),Molga, R. Höhn (87. Güclü), M. Höhn, Schwefel, Wosch,Odörfer.
SV Rednitzhembach — TSG 08 Roth III 4:1 (0:0). Die Gäste kamen zunächst besser ins Spiel, verpassten es aber, in Führung zu gehen. Gleich zwei Mal rettete der Pfosten für die Heimelf. In der 35 Minute schwächten sich die „Hembis“ selbst, als der übermotivierte Kimmelzwinger nach Tätlichkeit gegen einen Spieler seines Ex-Clubs den roten Karton sah.
Nach der Pause dauerte es nur zwei Minuten, bis Stöcklein per Kopf die Hembacher Führung markierte. Doch diese währte nicht lange. Die Gäste glichen mit einem Freistoß aus 25 Metern durch Streitel prompt aus. Nach einem Foul an Bauer im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nachtrab souverän. Der eingewechselte Ziegler sorgte dann für die Entscheidung: Nach feinem Zuspiel von Bauer ließ er dem Gästekeeper keine Chance. Den Schlusspunkt setzte dann Bauer selbst. Im Strafraum tanzte er zwei Gegenspieler aus und schob überlegt ein.
SV Rednitzhembach: Löhner,Kimmelzwinger, Heitmann,Ehrlich,Nachtrab,Leuzmann, Grauthoff(Genhofer),Stöcklein,Bauer,Lang (Stranka),Güttler(Ziegler).
TSV Kleinschwarzenlohe — TSV Wolkersdorf 1:3 (1:1). Wieder reichte es für das Schlusslicht nicht zu einem Punktgewinn. Wolkersdorf ging in der 15. Minute in Führung. Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite kam Leinberger zum Schuss. Torwart Puschner konnte noch parieren, doch Klippel stand goldrichtig und staubte ab. Kleinschwarzenlohe spielte weiterhin mit und hatte die beste Szene, als Basti Ebersberger auf Michael Steinberger zurücklegte, doch dessen Flachschuss lenkte Torwart Friedl gerade noch zur Ecke. Machtlos war er jedoch, als ein Freistoß von Michael Heubeck an der schlecht postierten Mauer zum 1:1 einschlug (32.). Eine Minute vor dem Halbzeitpfif nochmals eine Schrecksekunde für die Heimelf, doch Balek konnte im letzten Moment noch gestoppt werden. Auch im zweiten Abschnitt waren die Gäste zunächst wacher. So musste Torwart Puschner gegen Leinberger und Brater klären. Kleinschwarzenlohe war in der Offensive gewohnt harmlos, die Gäste zeigten im Angriff auch ziemlich wenig. So musste in der 68. Minute eine verunglückte Flanke von Weiler herhalten, die über Torwart Puschner im oberen Eck landete und die 2:1-Führung für Wolkersdorf bedeutete. Danach hatte der Gast mehrere Chancen, doch nur Rilter erhöhte mit einem „Ping- Pong-Tor“ auf 3:1(85.).
TSV Kleinschwarzenlohe: Puschner,Steffen (70.Meier),Burkard,Gabler,Heubeck, Weschta,Ortlepp(60.Haas),S.Ebersberger, Yildiz(75.Lauterbach),Wagner,Steinberger.
TSV Wolkersdorf: Friedl,Baas,Stilknecht, Balek, Rilter, Scholz, Reuss, Leinberger, Regensburger,Brater,Weiler(Klippel).

Das Tor, das die Kicker des SC Großschwarzenlohe II wieder etwas ruhiger schlafen lässt. Per Kopfball fiel das 2:1-Siegtor im Kellerduell mit dem SV Leerstetten II. Foto: Jainta
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