4 U19 Spieler können dem TSV Klein`lohe nicht zum Kreisklassenaufstieg bringen

Erst in der Verlängerung Segel gestrichen
 Kleinschwarzenlohe II bleibt nach 3:5gegen Marienstein II in der A-Klasse


  KLEINSCHWARZENLOHE — Kein Happy-End für die Fußball-Ab­teilung des TSV Kleinschwarzenlohe. Nach dem Abstieg der ersten Mann­schaft aus der Kreisklasse hatte der Verein seine Hoffnung auf die Reserve gesetzt, die als A-Klassen-Dritter durch den Verzicht des SV Unterrei­chenbach eine Aufstiegschance in der Relegation erhalten hatte. Auf dem Platz des FV Dittenheim unterlag allerdings Kleinschwarzenlohe dem Kreisklassen-13. SV Marienstein II trotz engagierter Leistung mit 3:5 (3:3, 1:2) nach Verlängerung. Marien­stein II bleibt damit Kreisklassist, Kleinschwarzenlohe II A-Klassist.
 
Marienstein machte von Anfang an Tempo und die durch vier Jugendspie­ler (Meier, Pölloth, Harrer, Haffner) verjüngte Mannschaft von Klein­schwarzenlohe hatte zunächst Schwie­rigkeiten. Ein unberechtigter Elfme­ter, von Spielführer Taffner, sicher verwandelt, brachte die schnelle Füh­rung in der 11. Minute. Kleinschwar­zenlohe vergab danach eine todsi­chere Doppel-Chance durch Meier und Stefan Schüssels Nachschuss. Marienstein konnte in der 22. Minute nach einem Freistoß auf 2:0 erhöhen – Torwart Rißmann prallte der Ball vom Körper. Er konnte danach zwar per Fußabwehr klären, doch Kammer­bauer staubte ab. Nach diesem Treffer schien eigentlich schon alles gelaufen, doch ein schneller, schön vorgetrage­ner Konter über Mari Meier, der mit einem trockenen Flachschuss ins lange Eck abschloss, ließ nochmals Hoffnung aufkommen (2:1, 29. Minute). Marienstein dominierte aber weiterhin das Geschehen und sorgte immer wieder über die Flügel mit hohen Flanken für Gefahr vor dem Kleinschwarzenloher Gehäuse. Bis zum Halbzeitpfiff verfehlten noch zweimal Kopfbälle nur knapp das Tor.
  Als Marienstein schließlich in Per­son von Schramm doch das 3:1 für den Favoriten aus Oberbayern (Marien­stein ist ja ein Ortsteil von Eichstätt) gelang, schien die Messe gelesen, doch im Schlussspurt hatte plötzlich Klein­schwarzenlohe mehr zuzusetzen. Mari Meier umkurvte im gegnerischen Strafraum einige Spieler inklusive Torhüter und schob überlegt zum Anschluss ein. Nun war der A-Klas­sen- Dritte am Drücker, und Marco Pölloth gelang sogar der Ausgleich mit einem Schuss in die kurze Ecke (75.). Wagner hatte sich gut durchge­setzt und quer gelegt.
  In der Schlussviertelstunde hatte Kleinschwarzenlohe noch zwei Mög­lichkeiten per Freistoß, doch Michael Heubeck verfehlte das Tor und Stefan Schüssels Schuss war zu harmlos. Dann hatte nochmals Mari Meier die große Chance in der 88. Minute, er traf aber den Ball nicht richtig, so dass Torwart Schwarz halten konnte. Aber auch vor dem Gehäuse von Erich Rißmann brannte es noch zweimal lichterloh, doch ging man mit einem 3:3 in die Verlängerung.
  Diese begann mit einem Pauken­schlag in der ersten Minute. Es war fast eine Kope des 3:1. Der schnelle Schramm passte nach innen, zwei Kleinschwarzenloher verfehlten und am langen Pfosten schob Benzinger zum 4:3 für Marienstein ein. Nur kurz darauf zeigte Schiedsrichter Segmül­­ler, Michael Wagner etwas überzogen die rote Karte, als der nach einem Foul seinen Gegenspieler nochmals schubste (95.).
  Auch in Unterzahl hatte Klein­schwarzenlohe die Chance zum Aus­gleich. Erneut konnte sich Mari Meier im Sprint durchsetzen , doch Torwart Schwarz verhinderte das 4:4.
  Danach gingen dem TSV die Kräfte aus und Marienstein konnte nach einem weiteren Foulelfmeter durch Kapitän Taffner zum 5:3 und damit zur Entscheidung vollenden. Hier war die Sache mit dem Foul klar. Nur waren sich die Kleinschwarzenloher nicht sicher, ob das Foul im oder noch außerhalb des Strafraums passierte.
  Unter dem Strich war Marienstein II jedoch die bessere, weil ausgegliche­nere besetzte Mannschaft. Der SV bleibt damit in der Kreisklasse. Für Kleinschwarzenlohe wird es das Ziel sein im nächsten Jahr auch wieder dorthin zu gelangen.
 


Kleinschwarzenlohe (rote Trikots) hielt gegen Marienstein II gut mit, musste aber in der Verlängerung die Überlegenheit des Gegners anerkennen. Foto: Gerner

 
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